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Reisen        

Motorradtouren

Thüringer Wald
01.10.2010 - 03.10.2010




Touren in den Thüringer Wald:

Freitag, 01.10.2010 - Anreisetag (440km):

Da die Wetterfrösche für das vorhergehende Wochenende schlechtes Wetter prophezeit haben wurde die Tour auf dieses Wochenende gelegt. Die Wettervorhersagen der einschlägigen Web-Wetterdienste meldeten in der Wochenmitte, dass es keine Pfeifenstiele regnen wird getoppt von einem sommerlichen Sonntag und so wurden die Zimmer im Hotel gebucht.

Am Freitag regnet es dann, allerdings bei etwas höheren Temperaturen als am Vorwochenende. Regenzeugs über und die Kradisten finden sich pünktlich an den Treffpunkten Forchheim und Hollfeld ein. Die Reise verläuft weitgehend planmäßig ins Thüringer Schiefergebirge an den verschiedenen Stauwässern vorbei. Während des gesamten Wochenendes wird der Tourenguide aber doch zunehmend durch Sperrungen der gewählten Routen mit den dann notwendigen Umleitungen genervt. Es ist ja doch so, dass man die eine oder andere Stunde damit verbringt, schöne Streckenabschnitte herauszufinden um dann feststellen zu müssen, dass man die blühenden Landschaften dann nicht zu Gesicht bekommt.

Nachmittags hört der Regen auf und so können wir die Tour ungekürzt absolvieren. Am Hotel trifft fast zeitgleich der getrennt anreisende sechste Kradist unserer Gruppe ein. Wir beziehen unsere nicht allzu groß dimensionierten Zimmer und nehmen später das Abendessen zu uns. Das Personal verlässt allabends das Hotel um 22:00 Uhr und so ist es notwendig, bis zu diesem Zeitpunkt seinen individuellen Flüssigkeitshaushalt abgeschätzt zu haben, um kurz vorher noch das fehlende Quantum zu ordern! Die Preise für Zimmer und Halbpension wurden vorher angefragt(!) und sind als sehr zivil zu bezeichnen.


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Dateien:
Garmin-gdb: 20101001.gdb
GoogleEarth-kml: 20101001fr.kml (Tracklog)
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Samstag, 02.10.2010 - Thüringer Wald Runde (210km):

Pünktlich um 9:00 Uhr beginnt es zu regnen nachdem die vorhergehenden 20 Stunden kein Niederschlag gemessen wurde. Ein Teilnehmer hat keinen Bock auf seinen Bock zu klettern und bleibt daheim... aber die anderen Fünf lassen sich nicht abschrecken und beginnen die Fahrt. Die Reise führt uns zu Klosterruine Paulinzella, Ernst Abbe Zentrum Ilmenau, durch herrliche Landschaften bis akuter Spritmangel einer R1 zu einem Abstecher nach Geraberg zwingen.

In weiterer Folge durchqueren wir das Jonastal mit Holperpiste (einer hat angehalten und einen Plattfuß vermutet) und trauriger Historie. Kaffeedurst leitet uns den Weg zur Wachsenburg hoch, die Tarife, die den aushängenden Karten zu entnehmen sind, allerdings sofort wieder herunter! In Wechmar besuchen wir kurze Zeit später in Ermangelung eines Thüringer Bratwurstbräters den dort ansässigen Dönergriller mit angemessenen Tarifen und kehren ein. Gestärkt fahren wir zum Tobiashammer. Dort findet gerade der samstägliche Plausch der Harleyjünger statt, die mittels Hinterrädern ihrer Eisenhaufen den losen Untergrund um sich werfen.

Wir ziehen weiter in größere Höhen nach Oberhof. Dort sind wir in Wolken eingehüllt und die Sicht auf die Sprungschanze stellt sich als keine heraus. Dafür kommt uns unvermittelt ein dunkel gekleideter Skilanglauf trainierender Sportler auf seinen Rollerdingern unbeleuchtet entgegen - lebensmüde!

In Zella Mehlis brechen wir die Tour nach einer Meinungsumfrage unter den Kradisten ab, da kein Ende des Dauerregens zu erwarten ist und fahren auf der kürzesten Route zum Hotel. Abendessen und die Sache mit dem oben beschriebenen Verfahren zum Flüssigkeitshaushalt...


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Dateien:
Garmin-gdb: 20101002.gdb
GoogleEarth-kml: 20101002sa.kml (Tracklog)
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Sonntag, 03.10.2010 - Heimreise (380km):

Etwas bewölkt, kein Regen sondern Sonne erwartet uns heute. Kurze Zeit nach Antritt der Reise muckt die Duc. Bereits an der ersten Ampel Gang eingelegt, Kupplung kommen lassen, kein Vortrieb! Irgendwie habe ich mich dann durch das schöne Schwarzatal bis Bad Blankenburg 'geschleppt' (eigentlich kann man auch ohne Kupplung ganz gut fahren wenn das Gerät mal rollt). Richtige Freude kommt allerdings nicht auf. Dort wird dann der festgebackene Ölkohlewasauchimmer- Rückstand an der Kupplungsdruckstange entfernt um dem Reiter anschließend ein völlig neues Kupplungsgefühl zu vermitteln - man braucht den Kupplungshebel nicht mehr 'schnazen' zu lassen beim anfahren!

Die Pläne, alleine über die Autobahn nach Hause zu rollen sind damit vergessen und wir fahren nach Schleiz zum dortigen Dreieck um auf diesem eine Runde zu drehen, was uns allerdings nur teilweise vergönnt war, denn das Dreieck konnte nicht geschlossen werden infolge eines dort vorgefundenen Ringes, auch als Zeichen 250 bekannt. Danach Einkehr an der sächsischen Grenze in einer Selbstbedienungskneipe wo wir im Garten nett bedient wurden.

Die Anfahrt zur Göltzschtalbrücke (unbedingt lesen!) ist natürlich nicht ohne Probleme möglich, denn wie oben bereits erwähnt, hat man für uns an diesem Wochenende eine große Anzahl an Umleitungen bereitgestellt.

Die Zeit ist bereits fortgeschritten und so fahren wir nicht ins Westerzgebirge sondern sofort nach Bayreuth um den letzten Kaffee des Tages in exquisiter Umgebung zu nehmen und um uns von einem unserer Begleiter zu verabschieden. Die Reise geht durch 'die Fränkische' nach Forchheim wo weitere Drei sich von uns trennen und Zwei fahren Richtung Nürnberg.

Eine schöne Reise findet ihr Ende, wenn auch der Regenmacher viel zu eifrig seinem Handwerk nachgegangen ist, wäre schön, wenn man ihm das manchmal legen könnte.
Allen Mitreisenden meinen herzlichen Dank für ihre defensive Fahrweise, die sich bei dieser Tour ausgezahlt hat, denn alle haben dieses mal angehalten bevor sie abgestiegen sind.


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Dateien:
Garmin-gdb: 20101003.gdb
GoogleEarth-kml: 20101003so.kml (Tracklog)
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Gesamtstrecke ca. 1030 km



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