Getriebe BDG 250 SL Instandsetzen

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Andreas Pfeiffer
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Re: Getriebe BDG 250 SL Instandsetzen

Beitrag von Andreas Pfeiffer »

Ich habe Gestern Abend bis 0.00Uhr den ganzen Motor und das halbe Motorrad zerlegt bin aber nicht sicher ob es die Feder war,denn sie ist nur ausgehängt und nichts im Getriebe defekt. Nun gehts ans zusammenbauen und davor habe ich etwas Schiss. Motor und Rest von der BDG mache ich im Schlaf aber Getriebe habe ich glaube vor 25 Jahren das letzte Mal gemacht. Ich denke dass ich es so richtig gemacht habe jedoch bin ich mir nicht ganz sicher mit der Markierung.In welchem Gang wird eingesetzt ?

DEA
Andreas Pfeiffer
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Re: Getriebe BDG 250 SL Instandsetzen

Beitrag von Andreas Pfeiffer »

IMG_8326[1].JPG
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Christian Wolf
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Re: Getriebe BDG 250 SL Instandsetzen

Beitrag von Christian Wolf »

Welcher gang ist wurscht, bzw ergibt sich aus den markierungen an der Schaltwalze und am 3. Zahn von dem anderen Teil.
Wenn du alles auf die Markierungen stellst kannst du es wieder reinschieben. Da muss halt dann die Schaltwelle richtig in die Verzahnung eingreifen. Das ergibt sich auch und ist logisch. Sieht man auf den Bildern.
Die Schaltwelle musst du rausziehen, soweit das du es noch sehen kannst wo sie eingreift, und dann dan ganzen Schmodder zusammen reinschieben.
Das wird lustig, da unten reinglotzen. Gibt Bodenliegakrobatik :)
Wenn die Feder ausgehängt war hat das ja einen Grund. Das würde ich checken, sonst passierts ja wieder.
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Christian Wolf
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Re: Getriebe BDG 250 SL Instandsetzen

Beitrag von Christian Wolf »

Rest
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Christian Wolf
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Re: Getriebe BDG 250 SL Instandsetzen

Beitrag von Christian Wolf »

Hier ist noch eine Markierung
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Andreas Pfeiffer
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Re: Getriebe BDG 250 SL Instandsetzen

Beitrag von Andreas Pfeiffer »

Danke mein lieber,
wenn Du Zeit hättest würde ich eine Kiste Bier und eine selbsgemachte Bratwurst vorbereiten,dann könnten wir das Getriebe miteinander einbauen.
Ich habe echt Respekt vor dem Teil.

Gruß DEA
Andreas Pfeiffer
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Re: Getriebe BDG 250 SL Instandsetzen

Beitrag von Andreas Pfeiffer »

Frage : wie kann die Feder aushängen ?

Mir ist aufgefallen dass ich im Fahrbetrieb auf einmal nicht mehr hochschalten konnte,kein Geräusch einfach nur mechanisch nicht geschaltet.
1.Gang und wenn man hochzieht überhaupt kein Widerstand,einfach nur Leer ,auch kein Leerlaufklicken.
Anhalten,rumprobieren dann plötzlich ging es wieder . 2 Tage lang gut dann plötzlich wieder ,gleiche Prozedur und es ging wieder ,jetzt gar nicht mehr.

An was kann das sonst noch liegen ? Habe schon auf die Schalthebeleinstellung getippt die mit dem Vierkant,aber da hat man nichts verstellt.

DEA
Andreas Pfeiffer
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Re: Getriebe BDG 250 SL Instandsetzen

Beitrag von Andreas Pfeiffer »

Guten Morgen meine Schrauberfreunde,

ich habe meine Bundeswehr BDG wieder zusammen und melde Vollzug sowie Verteidigungsbereitschaft .
Alles hat wunderbar geklappt,da ich es so gemacht habe wie Ihr gesagt hattet.
Alle Markierungen auf ...,. und vorsichtig zusammengesteckt.

Motor läuft alle Gänge lassen sich schalten. Kupplung muß ich noch einstellen da sie nicht ganz trennt.
Probefahrt kommt noch.

DEA :D
Christian Wolf
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Re: Getriebe BDG 250 SL Instandsetzen

Beitrag von Christian Wolf »

Sehr gut, wir sind wieder sicher.
Ist gar nicht so schwer wenn man es mal hinter sich gebracht hat. Wenn ich mir die Zündapp Getriebe anschau wo man jeden Mist mit Scheiberl ausdistanzieren muss fast schon ein Kinderspiel. Beim Hurth Getriebe hat man nur eine Scheibe.
*Matri
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Re: Getriebe BDG 250 SL Instandsetzen

Beitrag von *Matri »

Hallo zusammen,

erst mal Alles Gute, viel Glück und vor allem Gesundheit fürs neue Jahr an alle.

Bin gerade dabei das Getriebe meiner BDG 250 SL neu zu lagern und abzudichten. Habe mir alle Wellendichtringe und O-Ringe neu besorgt. Da ich die Abessungen der O-Ringe nicht hatte, habe ich diese bei Weißwange bestellt.
Bei meinen folgenden Fragen und Beschreibungen beziehe ich mich auf die Ersatzteilliste von Weißwange und zwar zuerst die Seitenzahl der ET-Liste und dann die Bildnummer. Beispiel: 7/175

1. Abdichtung der Fußschalthebelachse 7/176:
Hier gibt es einen "Rundschnurring innen zu Fußschalthebelachse" (7/175). Geliefert wurde ein O-Ring 16x3,5.
Und zusätzlich einen "Rundschnurring zu Fußschalthebelachse" (5/85). Geliefert wurde ein O-Ring 17x3.

Für den O-Ring 16x3,5 (7/175) finde ich eine mögliche Einbauposition auf der Fußschalthebelachse. Hier gibt es eine Eindrehung mit Durchmesser (D) 16,5 mm und einer Breite von ca. 8,5 mm. Diese ist im Bereich der Gehäusebohrung mit D=23 mm. Siehe Bilder. Von den Maßen der Teile könnte das so halbwegs passen. Ob das dicht wird zweifle ich allerdings an, da ein O-Ring ja eigentlich in einer entsprechenden Nut sitzen soll. Auch sollten die Dichtflächen feingedreht oder geschliffen sein. Die Gehäusebohrung mit D=23 mm ist sehr rau (geschruppt). Evtl. könnte man noch einen zweiten O-Ring direkt daneben montieren. Die Eindrehung ist ja breit genug.
Wo ich den O-Ring 17x3 (5/85) montieren soll ist mir unklar. Wo habt ihr diesen montiert, bzw. wie habt ihr die Fußschalthebelachse abgedichtet? So wie ich das sehe, könnte die Stelle eines der größeren Probleme für Ölundichtigkeiten (wie hier immer wieder zu lesen) sein.

2. Abdichtung Zahnradsegmente 7/177 und 7/179:
Hier gibt es für das Zahnradsegment (7/177) einen Rundschnurring (7/178). Geliefert wurde ein O-Ring 9x1,5. Dieser war bei mir auch defekt (gerissen).
Weiterhin zum Abdichten des Zahnradsegments (7/179) einen Rundschnurring (7/182). Geliefert wurde ein O-Ring 20x4,5. Diesen kann ich nicht beschädigungsfrei durch die "Büchse zu Getriebedeckel" (7/183) hindurch montieren. Ich vermute dass die Größe nicht passt. Der alte O-Ring hatte die Abmessungen 20x3,5. Welchen O-Ring habt ihr wie montiert? Evtl. eine der "Büchse zu Getriebedeckel" (7/183) oder (7/181) hierfür demontiert? Dürfte aber kaum beschädigungsfrei machbar sein.

Ich hoffe die Beschreibungen sind halbwegs verständlich.
Gruß Manfred
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Christian Wolf
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Re: Getriebe BDG 250 SL Instandsetzen

Beitrag von Christian Wolf »

Das mit den O Ringen ist Müll. Funktioniert nicht. Jedenfalls bei mir. Manche behaupten es würde funktionieren, nach ein paar Wochen legen sie aber dann wieder Pappdeckel unters Moped weils wieder sifft. :)
Bei den Orginalmotoren die ich geöffnet habe waren auch keine O Ringe drin sondern so eine Art von Gummirohr. Also ca 10mm langes Stück Gummirohr mit 3mm Wandstärke.
Der Weisswange schmeist da halt billige O Ringe in die Tüte weil es solche langen Ringe nicht mehr gibt. Ich rede jetzt von der Getriebeschaltwelle. Da ist orginal so ein langer Ring drin.
Ausserdem gibt es einen Unterschied zwischen O Ringen und Rundschnurringen. Rundschnurringe werden zusammengeklebt oder vulkanisiert. Kann man googeln.
Alternativ müsste man mal nach X Ringen oder Quad Ringen schauen. Das könnte besser funktionieren. Hab mich aber noch nicht damit befasst.
https://www.ludwigmeister.de/technische ... dichtungen
https://www.seals-shop.com/eu/de/quad-ringe
*Matri
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Re: Getriebe BDG 250 SL Instandsetzen

Beitrag von *Matri »

Hallo Christian,

Danke für Deine schnelle Antwort und die Infos.
Dachte mir schon, dass original kein O-Ring auf der Schaltwelle war. Habe schon vor vielen Jahren auf der Veterama nach so einem Gummiring mit Rechteckquerschnitt erfolglos gesucht. Wusste aber nach ca. 23 Jahren nicht mehr sicher wo der hingehört.
Zusätzlich zu diesem Dichtring ist aber auch in der Original Triumph Ersatzteillilste in zweiter Dichtring aufgeführt (Tafel 1 / Bild 199). Bei Weißwange entsprechend "Rundschnurring zu Fußschalthebelachse" (5/85). Geliefert wurde ein O-Ring 17x3. Kann es sein, daß dieser durch den Kettenschutzdeckel in die Fase der Gehäusebohrung D=23 mm gedrückt werden soll?

Allgemein find ich die ganze Ausführung der Schaltwellenabdichtung auch suboptimal. Bin schon am überlegen, ob ich die Abdichtung mit einem neuen zusätzlichen Dichtring in den Bereich des Kettenschutzdeckels verlege. Da ist die Bohrung besser. Muß dann halt eine neue passende Nut in die Schaltwelle gestochen / eingedreht werden.

Gibt es sonst vielleicht noch Lösungen / Erfahrungen?

Gruß Manfred
Christian Wolf
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Re: Getriebe BDG 250 SL Instandsetzen

Beitrag von Christian Wolf »

Schade das keiner was schreibt. Der Rechteck Gummiring wird zwischen Schaltwelle und Motorgehäuse geschobem. Da sind glatte Flächen. Das sollte der 85 sein.
Wo der andere 175 hingehört weis ich nicht. Vieleicht ist es auch umgekehrt. Bei meiner 250H ist nur der rechteckige dringewesen zwischen Schaltwelle und Gehäuse. Bei weisswange werden die Ringe nicht aufgeführt für die 250, H und S. also die alten. Obwohl sich da nix geändert hat zur L, SL.
Man muss beachten das die Schaltwelle noch leichtgängig ist. Einen unpassenden O Ring da reinpressen macht sie schwergängig.
Da wenig Gehäusewandung am Motor ist reicht der Platz nicht für einen Simmering. Im Kuplungsdeckel ist etwas mehr Platz.
Womöglich könnte eine Nurtringmanschette passen. Die haben wenigstens eine Dichtlippe.
Ehrlich gesagt hab ich mich schon lange nicht mehr damit befasst. Entsprechend tropft meine SL auch.
Was auch noch unzulänglich ist, ist die Abdichtung Getriebewelle-Schaftrad. Das ist quasi unabdichtbar. In der Welle ist eine Spirale reingefräst die Das Öl zurückfördern soll. Leider nudelt die Bronzebüchse im Schaftrad aus und dann dringt da auch Öl raus und wird dann vom Kettenritzel verteilt.
Ich hab mir da mal ein paar neue Schafträder gegönnt. Die gibts ja noch mit der Büchse.
War dann besser, aber wenn der Motor heiss ist und man stellt das Gerät auf den Seitenständer sickert da doch immer ein bischen durch.
Ausserdem sickert durch die kleine Welle zum Schaltautomat auch immer was durch und läuft dann in den Bereich wo die Schaltwege eingestellt werden.
Die neuen Motoren haben ja da die zweiteilige Büchse an der Welle mit dem Gummiring dazwischen. Irgendwann läuft das aber auch da durch und sickert dann an der Einstellschraube vom Schaltweg durch.
An der Kickstarterwelle ist auch öfter ein Tropfen Öl. Das läuft dann beim heissen Motor unter dem Motor nach rechts und man sucht sich einen Wolf warum das rechts tropft bis man schnallt das das von links rübergelaufen ist.
Eigentlich nur Kampf das Ding. So einfach der Motor zusammenzubauen ist, ohne viel Wellendistanziererei, einige Schwächen hat er doch. Hauptsächlich Dichtheitsschwächen.
Wie gesagt, ich muss mich mal wieder mit meinen ernsthaft befassen in der Richtung. Es sollte doch möglich sein das gesabber auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.


Fußschalthebelachse mit O-Ring in Einbaulage unter Gehäuse_2.jpg
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*Matri
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Re: Getriebe BDG 250 SL Instandsetzen

Beitrag von *Matri »

Hallo Christian,

ja wäre schön wenn noch mehr Erfahrungen kämen. Kann mir nicht vorstellen, dass sich jeder mit dem Gesabber abgefunden hat.

Aus meiner Sicht sind die Schwachstellen genau die, die Du beschreibst. Nur die Stelle mit dem Schaftrad war mir noch nicht aufgefallen. Ich denke das bestell ich mir noch. Darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an. Das Lager will ich sowieso durch eines mit Dichtscheibe aussen (Lösung von Hans "Gürtel und Hosenträger") ersetzen.
Der erhaltene O-Ring (7/182) 20x4,5 zwischen den beiden Büchsen (7/181) und (7/183) für das Zahnradsegment (7/179) lässt sich ja wie schon geschrieben nicht beschädigungsfrei montieren. Hab inzwischen einen O-Ring 20x4 getestet. Dieser scheint mir zu klein zu sein. Kein Widerstand zu spüren beim Einschieben des Zahnradsegments. Vielleicht gibt es ja einen O-Ring mit 20x4,2.

Ich veruche nun folgendes zu optimieren:
1. Die Abdichtung der Schaltwelle in den Kettenschutzdeckel versetzen. Die Bohrung dort ist brauchbar. Muss mal suchen was man verwenden kann (O-Ring, Quad-Ring, Nutringmanschette, ...). Ist auch abhängig, ob in die Schaltwelle eine neue Nut eingestochen werden kann. Es könnte sein, dass die Welle hart ist, zumindest oberflächengehärtet.

2. Kickstarterbolzen- / Welle:
Original war da auch nur ein Rechteckring aussen im Kettenschutzdeckel. Von Ww hab ich hierfür auch nur einen O-Ring erhalten. Das war mit sicherheit schon original nicht auf Dauer dicht. Mit dem neuen O-Ring macht das auch keinen Sinn.
Ich versuche hier einen Simmerring einzubauen. Wenn es keinen passenden gibt, kann man evtl. einen Distanzring in den Kettenschutzdeckel pressen.

Das ganze wird aber einige Zeit dauern. Passende Teile suchen, Maße festlegen, Dreher muss Zeit haben.

Gruß Manfred
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