Ölpumpe Triumph BD250 W

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40niederburg
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Re: Ölpumpe Triumph BD250 W

Beitrag von 40niederburg » 06 Nov 2019: 18 46

Hallo Christian

Vielen Dank für den Link.
Schon angefragt.

Gruß Reinhard

40niederburg
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Re: Ölpumpe Triumph BD250 W

Beitrag von 40niederburg » 15 Dez 2019: 11 03

Hallo

Die Ölpumpe ist wieder hergestellt.
Allen die mit Infos Teilen und Bildern usw. geholfen haben nochmal Vielen Dank.
Die Triumph BD250 W kann sich jetzt zu den anderen Motorrädern gesellen.
IMG_2901.JPG
IMG_2899.JPG
IMG_2898.JPG
Gruß Reinhard
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125T
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Re: Ölpumpe Triumph BD250 W

Beitrag von 125T » 23 Dez 2019: 19 47

Hallo, Reinhard!
Ich bin Gabriel aus Rumänien, mit dem 1939 BD.
Ich brauche Hilfe von Ihnen oder von jemand anderem, der mir bei einigen Antworten helfen kann.
Ich habe den Motor gestartet. Ich habe ein Problem mit der Ölpumpe.
Die Ölpumpe befindet sich in der unteren Einstellung/Minimal-Werkseinstellung.
Ich habe den Gaszug nicht benutzt.
Die Ölpumpe fördert aber immer noch viel Öl.
In 15min. Im Leerlauf wurden 250 ml Öl verbraucht.
Es gab viel Rauch (sehr viel) und Öl trat aus den Auspuffrohren aus.
Im Motor habe ich 150ml Öl gefunden. Es war so viel Öl im Motor, dass die Kolben nicht mehr richtig funktionieren konnten.
Es gibt etwas, das ich vermisse. Was kann es sein?
Kannst du mir helfen?
...
Haben Sie Informationen über das Original BD Tacho? Ich möchte ein paar Bilder mit der Rückseite des Tachos sehen, wo das Kabel hereingekommen ist.
...
Danke im Voraus für deine Antwort.
Freundliche Grüße!
Gabriel

Christian Wolf
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Re: Ölpumpe Triumph BD250 W

Beitrag von Christian Wolf » 24 Dez 2019: 09 18

<t>Hallo Gabriel<br/>
<br/>
250ml erscheint mir etwas viel. Kontrolliere alle Leitungen des Ölpumpensystems.<br/>
Anyhow, du musst an der demontierten Pumpe die Funktionsweise studieren.<br/>
Wenn der Ölpumpenkolben und die kleine Schraube montiert sind, drehst du den kolben am Zahnrad, unter leichtem Druck, und siehst das der Kolben eine Hubbewegung macht. Auf der einen Seite, Ich glaube das Loch mit dem Viereck, öffnet der Schlitz vom Kolben das Loch und fängt an den Hub auszuführen. Das ist quasi der Ansaugvorgang. Wenn das Loch wieder verschlossen wird öffnet auf der anderen Seite das Loch und der Pumpvorgang beginnt. Der Kolben bewegt sich nun in die andere Richtung (Hubbewegung).<br/>
Diesen Hub kannst du begrenzen indem du die vier Teile (siehe Foto) montierst. Wenn du an dem Gewindestift drehst hast du ungefähr 1,5 Umdrehungen um den Hub zu begrenzen von Vollförderung bis Nullförderung. Nullförderung ist wenn der Kolben keine Hubbewegung mehr macht.<br/>
Mit Vollförderung kann man nicht fahren, das ist einfach zuviel Öl, der Motor raucht und die Auspuffkrümmer verkohlen. Ist mir am Anfang passiert.<br/>
Du schreibst "Wekseinstellung" Das ist ein guter Witz. Die Werkseinstellung kennt niemand. Es gibt keine Unterlagen dazu.
</t>

Komischer Scheiß mit Entwurf speichern. Ich hoffe du kannst es lesen. Erst mal Bilder

Christian Wolf
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Re: Ölpumpe Triumph BD250 W

Beitrag von Christian Wolf » 24 Dez 2019: 09 28

Auf dem 1. Bild siehst du die Stellung der Schraube bei Nullförderung.
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Christian Wolf
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Re: Ölpumpe Triumph BD250 W

Beitrag von Christian Wolf » 24 Dez 2019: 09 35

So sieht es aus bei voller Fördermenge.
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Christian Wolf
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Re: Ölpumpe Triumph BD250 W

Beitrag von Christian Wolf » 24 Dez 2019: 09 48

Maximale Fördermenge
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Christian Wolf
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Re: Ölpumpe Triumph BD250 W

Beitrag von Christian Wolf » 24 Dez 2019: 09 48

Minimale Fördermenge
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Christian Wolf
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Re: Ölpumpe Triumph BD250 W

Beitrag von Christian Wolf » 24 Dez 2019: 10 16

Die Kunst ist es jetzt das ganze mitsamt Feder, Verstellhebel usw in das Motorrad einzubauen ohne alles zu verdrehen.
Und man muss beachten was der Verstellhebel macht. Welche Richtung usw. Ist ganz schön scheisse wenn man unter dem Motorrad liegt und das dann einstellen, oder nachstellen, will.
Man muss darauf achten das das Aluteil mit der Madenschraube leicht auf das Gewinde zu drehen ist.
Ist das ganze im Motorrad eingebaut ist es möglich die kleine Madenschraube zu lösen und an der Gewindestange zu drehen um die Fördermenge nachzustellen.
Die kleine madenschraube ist aber eigentlich nur eine Sicherung.
Beim Verstellen muss man das Aluteil mit der Madenschraube vom Verstellhebel lösen, darf dabei aber nicht die Stellschraube mit dem Schlitz bewegen. Hat man das geschafft kann man die Stellschraube mit dem Schlitz verändern. Rein oder raus drehen. Anschliessend muss man das Aluteil wieder mit dem Verstellhebel verspannen, wiederum ohne die Verstellschraube dabei zu verdrehen.
Viel Spaß :)
Es ist richtig beschissen alles, aber es ist zu schaffen.
Die Madenschraube ist eigentlich doof, da sie immer wieder das Gewinde verdrückt und dadurch das demontieren der Pumpe erschwert wird, bzw dabei das Gewinde im Aluteil zerstört wird.
Auch wäre ein Inbus besser als der Schlitz.
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Zuletzt geändert von Christian Wolf am 24 Dez 2019: 10 59, insgesamt 4-mal geändert.

Christian Wolf
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Re: Ölpumpe Triumph BD250 W

Beitrag von Christian Wolf » 24 Dez 2019: 10 50

Noch etwas zum Motor und dem Einstellen.
Lässt man den Motor im Leerlauf laufen pumpt er so oder so zuviel Öl in den Zylinder (Motor).
Ich habe die Einstellung mit Fahrversuchen ermittelt.
Man fängt quasi mit voller Fördermenge an und merkt das es zuviel ist :)
Dann legt man sich unters Moped und dreht solange an der Einstellschraube mit dem Schlitz bis man der Meinung ist das die Rauchmenge bei Vollgas nach längerer Fahrt bei Betriebstemperatur annehmbar ist.
Man kann das auch hochwissenschaftlich machen und Ölmenge und Spritverbrauch und was weis ich noch messen. Das war mir zuviel Aktion.
Ich habe es, wie schon erwähnt, im Fahrversuch ermittelt.
Da die meissten BD´s mit ohne Pumpe gefahren werden, also mit Gemisch im Tank, oder als Museumsteile irgendwo rumstehen, bekommt man wenig Informationen bis gar keine.
meine BD is vollgasfest bei vertretbarer Rauchentwicklung.
Einen Schmiermangel hat man bei relativ serienmässigem Motor nicht zu befürchten wenn man nicht gerade mit Null Fördermenge fährt.
Probleme tauchen in erster Linie durch falsches Kolbenspiel oder zu magerer Vergaseréinstellung auf.
Bei der Wehrmacht hat man später die Ölmenge erhöht für den Seitenwagenbetrieb oder um Überhitzung zu vermeiden beim Kollonenverkehr. Also beim dahindümpeln in Schrittgeschwindigkeit. Durch den fehlenden Fahrtwind überhitzt der Motor dabei. Mit erhöhter Ölmenge kann man den Motor etwas herunterkühlen da mit dem unverbrannten Öl zusätzlich Wärme vom Zylinder durch den Auspuff abgeführt wird.
Völlig hirnrissig nach heutigen Maßstäben weil man auf Dauer nur Nachteile dadurch hat wie verrußende Kerzen und zugebackene Auspuffschlitze und Krümmer. Aber dafür gab es ja die Instandsetzungs Truppe. Wichtig war halt das die Kisten gelaufen sind. Im Krieg ist das wichtig. Wir sind aber (Gott sei Dank) nicht mehr im Krieg. Deshalb kann man mit deutlich geringerer Ölmenge herumfahren.

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Re: Ölpumpe Triumph BD250 W

Beitrag von 125T » 24 Dez 2019: 14 35

Hallo, Christian!
Und vielen Dank für Ihre Informationen.
Leider hilft es mir nicht zu viel.
Meine Ölpumpe ist bereits auf den niedrigsten Stand eingestellt. Nehmen wir an, es ist auf "0" (wo wir bereits wissen, dass die Ölpumpe genug Öl für die Schmierung gibt).
Aber mein Problem ist, dass obwohl die Ölpumpe auf "0" (niedriger Stand) eingestellt ist, immer noch viel Öl gefördert wird. Irgendwas stimmt nicht und ich weiß nicht was.
...
Meiner Meinung nach sind diese 80 Jahre alten Ölpumpen nichts mit dem man spielen kann. Sie können sofort einen 1000 Euro Motor ruinieren.
Auf Bucuresti (der Hauptstadt von Rumänien) haben wir viele Autos und einen höllischen Verkehr. Die luftgekühlten Motoren sind unter diesen Bedingungen stark beansprucht.
Bilder von Bucuresti:
2.jpg
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4.jpg
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Re: Ölpumpe Triumph BD250 W

Beitrag von 125T » 24 Dez 2019: 14 41

Dies ist der erste Start. Ölpumpe in Funktion, Bing AJ2/26 Vergaser (Das, an dem ich gearbeitet habe, um es zu retten).
Es ist schon viel Rauch... Aber nach 15min. es gab so viel Rauch, dass nichts in der Garage und auf der Hälfte der Straße zu sehen war. :D


https://www.youtube.com/watch?v=DAP0PuMAkXc

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Re: Ölpumpe Triumph BD250 W

Beitrag von 125T » 24 Dez 2019: 15 03

Christian... Nochmals vielen Dank für alles. Ich werde die Motorabdeckung wieder öffnen und die Ölpumpe entfernen. Vielleicht habe ich etwas verpasst.
Danke für deine Bilder.
Freundliche Grüße! ...Und frohe Weihnachten!

Christian Wolf
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Re: Ölpumpe Triumph BD250 W

Beitrag von Christian Wolf » 24 Dez 2019: 16 18

Wenn Ölpumpe nicht eingestellt bzw im Standgas voll fördert wird es immer zuviel Rauch geben. Du musst im Stand mindestens auf die Hälfte reduzieren und dann bei Vollgas mit Hebelverstellung nahe an maximal Fördermenge. Muss man probieren und fahren. Im Standgas kann man das nicht beurteilen.
Ist bei Puch ähnlich, nur das man da die Ölmenge nicht soweit begrenzen kann. Die fahren immer mit zuviel Öl. Haben aber auch deutlich mehr Leiustung.
Dir auch fröhliche Weihnachten.
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Re: Ölpumpe Triumph BD250 W

Beitrag von Christian Wolf » 24 Dez 2019: 16 44

Wie schon erwähnt, die Kolben an sich brauchen keine überdimensionale Ölmenge. Die müssen ausreichend Kolbenspiel haben und ausreichend fettes Gemisch (Benzin-Luft)
Die empfehlenswerte grössere Ölmenge (1:20 - 1:25) ist wichtig für die Gleitlager an den Kolbenbolzen und auch sehr wichtig für die käfiglosen Nadellager an der Kurbelwelle-Pleuel. Also das Bigend Lager. Ohne Käfig reiben die Nadeln aneinander und erzeugen mehr Reibungswärme.
Die grössere Ölmenge hilft hier auch die Wärme aus dem Motor abzuführen. Da das Bigend Lager die am stärksten belastete und auch heiseste Stelle am Motor ist soll man hier nicht sparen.
Vor 80 Jahren wusste man es nicht besser und hat versucht durch die größere Ölmenge das Überhitzen in den Griff zu bekommen.
Da der Doppelkolbenmotor an sich schon thermisch krank ist wird es hier schnell kritisch wenn Leistung kommen soll.

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