Fragen zur Triumph BDG 250 H

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67Laverdalothar
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Re: Fragen zur Triumph BDG 250 H

Beitrag von 67Laverdalothar »

Hallo Harry,

tja - ich weiß jetzt nicht ob ich Glückwunsch zum Verkauf sagen soll oder nicht, aber da es dass war, was Du wolltest - Glückwunsch!! :wink:

Deine Erfahrungen teile ich: Man bekommt selten dass, was man reingesteckt hat. Bestes Beispiel wird die Maschine meines Vaters sein. Für umgerechnet 2.300€ damals gekauft (mit ca. 70% einer 2. Maschine als Ersatzteillager...), jetzt ca. 2.000€ alles in allem in Motor und Anbauteile gesteckt und wir würden vielleicht mit viel, viel gutem Willen 3.500 - 4.000€ rausbekommen wenn wir sie verkaufen würden. Wenn überhaupt... Man muss dann erst mal jemand finden, dem die "Patina" des Fahrzeugs gefällt und der nicht eine so schön restaurierte wie Deine haben möchte (möglichst natürlich zu genau dem Preis...).

In meinem zentralen Motorrad-Bereich war das über Jahre ähnlich, bei Laverda waren die Maschinen massiv unterbewertet. In den letzten 3-5 Jahren beobachte ich jedoch einen massiven Preisanstieg (wobei das Kernmotorrad, die 750 SFC, wohl ihren Zenit überschritten hat; der Schnitt der gehandelten Maschinen die ich so mitbekommen habe liegt inzwischen bei 35.000€, nur sehr, sehr wenige gehen darüber hinaus). Die "normalen" 750er tuen sich schwer, selbst in voll restauriertem Zustand mehr als 8.000€ zu erzielen. Bei den 1000er sieht es nicht viel anders aus, auch wenn viele in Mobile etc. höhere Preise verlangen.

Ich hab bis jetzt Glück gehabt und für meine Maschinen gute Käufer gefunden, die den Wert der Arbeit zu schätzen wussten. bei einer Maschine hat der Käufer sogar nach der Wiederzulassung der Maschine auf ihn darauf bestanden, dass ich mindestens 200 Km damit fahre und sie noch richtig einstelle... :wink: Hab ich natürlich "schweren Herzens" für ihn getan... :mrgreen:

Was den Verkauf angeht: war vor einiger Zeit auf dem Flohmarkt. Ich war drauf und dran, den Standnachbarn ein Vertriebs-Coaching anzubieten... manoman... Der eine saß gemütlich in seinem Campingstuhl und machte dumme Sprüche (und immer wieder die gleichen...), die andere sprach zwar Passanten an, jedoch mit negativer Suggestion "Wollen Sie nicht noch eine Bluse?" - einzig logische Antwort: Nein, ich will nicht NOCH eine Bluse..." usw. usw. Hammer... wir haben an dem Tag fast 500 € mit Krimskram eingenommen, sie hat glaube ich am ganzen Tag 2 Teile für insgesamt 50 € eingenommen, der Münzverkäufer mit den blöden Sprüchen nicht mal das... Tja - ist nicht jedem gegeben...
1200Corsaro
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Re: Fragen zur Triumph BDG 250 H

Beitrag von 1200Corsaro »

Tja das mit dem erzielbaren Preis ist so eine Sache.
Ich hatte die Maschine eigentlich für mich aufgebaut und alle Optikteile und sichtbaren Technikteile so hergerichtet, daß das die nächsten Jahre hält.
Daher hatte ich sehenden Auges mehr investiert als die Maschine Wert sein würde. War ja für mich gedacht. Leider haben meine Lebensumstände(besser die meiner Frau) mich ins grübeln gebracht und die Situation mit der Qualität der gelieferten Teile und arbeiten hat dann sein übriges getan um zu verschmerzen, daß ich hier mit deutlich mehr als 2000€ minus aus dem Projekt ausgestiegen bin.
Ich bin aber wieder mit mir im reinen und das ist es was zählt.

Der Preis für solche damaligen Brot und Butter Mopeds wird nicht höher steigen, da bin ich fast sicher.
Ich denke solange eine Yamaha MT-09 neu für ca. 8-9000€ zu haben ist(MT-07 deutlich darunter) wird es schwer die reingesteckte Arbeit(besser Teile und Chrom/Nickel/Lack) gegenzufinanzieren. Da dies schon richtig gute Motorräder sind und die Triumph BDG auch leider keine seltenheit ist wie z.B. eine Vincent Black Shadow...

Bei den Autos scheint es fast so zu sein, daß 300PS neu genauso hoch gehandelt werden wie 300PS alt. Guter Zustand natürlich vorausgesetzt. Auch hier gibt es Ausnahmen: Mein Maserati Ghibli aus 1996 ist im Moment eigentlich unterbewertet(ca. 15000-18000€). Bei einer gebauten Stückzahl von 1200 2,0ltr und 1200 2,8ltr müsste der Preis eigentlich höher liegen. Wobei letztens einer gewagt hat für ein Cup Sondermodell 99000€ aufzurufen. Ist aber sehr unrealistisch. Die Biturbo Ghiblis sind aber bestimmt eine seltene Art, da der Preis in tiefste Regionen gefallen war, sodass Leute kaufen die sich den Service und Erhalt dieses meiner Meinung nach fantastischen Fahrzeugs schlicht nicht leisten können. Andere sind zu Schrott gefahren worden, da der Einsatz der Biturbos schon nach vorsichtiger Hand ruft -speziell bei nasser Fahrbahn. Ein Maserati Spezialist meinte in D würden seiner Schätzung zufolge noch ca. 80-100 solcher Wagen stehen/fahren. Und D war bekanntermaßen nach Italien der Absatzmarkt Nr.1.
Bei meinem Ghibli werde ich aber immer am Jahresende schauen, wieviel der Wert gestiegen ist und diesen Betrag in Restauration stecken. Technische Wartung kann da ja nicht zählen, da die an solch einem Fahrzeug sowieso gemacht werden muss.

Und wenn ich Moped schrauben will, kann ich mich ja mehr in unser Morini Forumsbike reinarbeiten. Da stockt es im Moment etwas. Schaut mal rein: sbezziale.de bzw. ital-web.de

Wer richtig heulen will, sollte mal bei Eurospares.uk reinschauen, was die schlachten um andere am Leben zu erhalten -Wahnsinn! Manche Fahrzeuge sehen da echt noch gut aus. Die haben aber den Preis für die Teile genau kalkuliert und wenn sie ein Fahrzeug haben, kann man das nicht mehr zum marktüblichen Preis retten...

Grüße Harry
_Daniel_RV
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Registriert: 05 Jun 2021: 13 04

Re: Fragen zur Triumph BDG 250 H

Beitrag von _Daniel_RV »

Hallo zusammen,

bin neu im Forum und hab direkt ein paar Fragen :)
Meine Vorstellung findet ihr hier: http://www.meisterdinger.de/phpBB3/view ... =24&t=3237

Meine Fragen drehen sich im Wesentlichen um das Thema Getriebeöl.
1) Mache ich es richtig, wenn ich den Ölstand im warmen Zustand in aufrechter Position prüfe?
2) Wenn Öl fehlt, neues Öl dazu geben oder direkt vollständigen Ölwechsel durchführen? (Ich weiß leider nicht was aktuell für ein Öl drin ist)
3) Die BDG hat ja zwei Öl-Messstäbe. Den kleineren habe ich bisher nicht geöffnet bekommen. Da die beiden Kreisläufe anscheinend verbunden sind...wie wichtig wäre es, auch diesen Ölstand abzulesen?
4) Welches Getriebeöl würdet ihr mir empfehlen? --> Meine Maschine hat auch den (anscheinend) typischen Ölverlust...kann man da ggf. durch die Viskosität des Öls etwas gegensteuern?

Die Maschine läuft super gut...Ich bewege sie zeitbedingt leider nur wenige KM im Jahr.
Ich habe bisschen die Sorge, dass ich durch "falsches" Öl mehr kaputt mache als ihr Gutes tue.

Vielen Dank vorab :)

Grüße
Daniel
_MikelDuke
Beiträge: 2
Registriert: 01 Aug 2022: 20 45

Re: Fragen zur Triumph BDG 250 H

Beitrag von _MikelDuke »

Hallo, ich habe eine TWN BDG250 H von meinem Vater geerbt.
Es ist in sehr gutem Zustand, obwohl seit 2014 gestoppt, und ich bin es zu starten, aber ich habe einen Zweifel mit dem Motoröl:
- Ich habe den langen Ölmessstab mit drei kleinen Löchern oben, wo ist die Ölstandsmarkierung?
- Ich plane, MOTUL Transoil 10W30 Mineralöl zu verwenden, ist es für dieses Motorrad geeignet?
- Gibt es nur 1 Loch zum Prüfen des Füllstands?
- Ist es dasselbe Öl für den Motor wie für das Getriebe?

Entschuldigen Sie meine Unkenntnis und mein Deutsch.

Danke
Andreas Pfeiffer
Beiträge: 472
Registriert: 04 Okt 2006: 21 06
Wohnort: Fellbach-Oeffingen

Re: Fragen zur Triumph BDG 250 H

Beitrag von Andreas Pfeiffer »

hallo Mikel,

Gratulation zur BDG 250 H ,
wenn Du schöne Literatur brauchst kann ich sie verkaufen.

Ölmessstab gibt es 1 für Motor und 1 für Getriebe

Motoröl 30 ok kein synthetik
Getriebe 90
Teleskopgabel 30 Motorenöl


Andy :D
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